Die Kamnitzklammen

Die Kamnitzklammen

Kategorie
Wanderwege
Länge
8.40km
Kumulative Höhe
147

Diese Route kann man nur von Ostern bis Ende Oktober absolvieren, wenn die Kahnfahrt in den Kamnitzklammen in Betrieb ist.
Unsere Wanderung beginnt in Hřensko (Herrnskretschen), wo die Kamnitz in die Elbe mündet. Wir laufen durch den von Felshängen umschlossenen Ort und nach circa einem Kilometer kommen wir zu einem Umgebindehaus, wo der gelb markierte Weg durch die Herrnskretschener Klammen beginnt.

Wir gehen am linken Ufer der Kamnitz entlang, über eine Brücke und durch ein steinernes Tor. Nun nähern uns dem Abschnitt, in dem sich der Weg unter natürlichen oder behauenen Felsüberhängen hindurchwindet. Schließlich gelangen wir zur Kahnanlegestelle oberhalb des Wehrs. Am gegenüberliegenden Ufer ist die hölzerne Lachstreppe gut zu sehen. Weiter kommt man durch die Edmundsklamm (früher auch Stille Klamm genannt) ausschließlich mit dem Kahn.

Nach etwa 960 m Fahrt, während der wir einen Wasserfall sehen und vom Fährmann viel Interessantes über die Kamnitz und die umliegenden Felsen erfahren, von denen fast jeder einen Namen hat, steigen wir aus und gehen von der Anlegestelle auf einem Pfad am linken Ufer am Hang entlang in Richtung Wilde Klamm. Wir kommen an einem kleinen Wasserfall vorbei und laufen durch zwei in den Felsen gehauene Tunnel. Am immer wilder werdenden Fluss entlang gehen wir bis zur Stimmersdorfer Brücke (Mezní můstek). Weiter geht es auf dem gelben Wanderweg zum nächsten Wehr mit Anlegestelle, wo wir wieder eine Lachstreppe sehen. Wir besteigen einen der Kähne und fahren durch die Wilde Klamm, die nur halb so lang wie die Edmundsklamm und weniger belebt ist. Nach der Kahnfahrt gehen wir den Rest der Strecke zu Fuß.

Über eine Brücke gelangen wir ans rechte Ufer. An der Wegkreuzung verlassen wir die gelbe Markierung und gehen auf dem blau markierten Wanderweg nach Mezní Louka hinauf, wo wir mit dem Wanderbus (Linie 434) zurück nach Hřensko fahren.

Die Rückkehr der Lachse in die Kamnitz

Für die Natur der Böhmischen Schweiz war die Rückkehr der Lachse in die Kamnitz ein großes Ereignis. Der Lachs gehört zu den geschützten Arten. Im 20. Jahrhundert war er jedoch auf dem Gebiet der Tschechischen Republik ausgestorben. Das hatte zwei Gründe: die starke Verunreinigung der Flüsse und den Bau von Wehren und Talsperren. Der Lachs unternimmt nämlich im Laufe seines Lebens eine phantastische Reise von seinem Heimatfluss ins Meer und zurück. Lachse laichen in Süßgewässern und die Jungfische leben dort bis zu einem Alter von zwei Jahren. Dann wandern sie ins Meer, wo sie weiter heranwachsen. Nach zwei Jahren begeben sie sich auf die lange Reise zurück zu dem Ort, an dem sie geboren wurden, um dort ihre Nachkommen zu zeugen. Diese Reise ist gefährlich und viele Lachse kommen dabei ums Leben. Lachse haben die besondere Fähigkeit, am Geschmack die richtigen Nebenflüsse zu erkennen, um in ihren Heimatfluss zurückzufinden. Das Wasser jedes Nebenflusses hat eine einzigartige chemische Zusammensetzung, die sich die jungen Lachse auf ihrer Reise zum Meer merken.

Für die Lachse ist bei der Rückkehr die Passierbarkeit der Flüsse wichtig – deshalb wurden im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts an der Kamnitz Fischtreppen gebaut, die es den Lachsen ermöglichen, Wehre zu überwinden, die für sie ein schwieriges Hindernis darstellen.

Bemühungen, diese bemerkenswerten Fische wieder anzusiedeln, gibt es seit 1998, als der Tschechische Anglerverband erstmals kleine Lachse in der Kamnitz aussetzte. Die ersten erwachsenen Fische kehrten 2002 in die Kamnitz zurück. Damit das Wiederansiedlungsprojekt erfolgreich ist, muss es so lange weitergeführt werden, bis die Lachse in der Lage sind, ohne die Hilfe des Menschen eine neue Generation hervorzubringen. Deshalb wurde das Projekt „Rückkehr der Lachse“ ins Leben gerufen, bei dem es z. B. möglich ist, mithilfe einer Spenden-SMS kleine Lachse zu adoptieren, die in der Kamnitz ausgesetzt werden.


Das Projekt „Tourismus ohne Grenzen“ wurde mithilfe des Programms Ziel 3 zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007–2013 finanziell unterstützt.

Turistika bez hranic

 

Dauer der Wanderung:
3–4 h

 

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Diese Route kann man nur von Ostern bis Ende Oktober absolvieren, wenn die Kahnfahrt in den Kamnitzklammen in Betrieb ist.
Unsere Wanderung beginnt in Hřensko (Herrnskretschen), wo die Kamnitz in die Elbe mündet. Wir laufen durch den von Felshängen umschlossenen Ort und nach circa einem Kilometer kommen wir zu einem Umgebindehaus, wo der gelb markierte Weg durch die Herrnskretschener Klammen beginnt.

Wir gehen am linken Ufer der Kamnitz entlang, über eine Brücke und durch ein steinernes Tor. Nun nähern uns dem Abschnitt, in dem sich der Weg unter natürlichen oder behauenen Felsüberhängen hindurchwindet. Schließlich gelangen wir zur Kahnanlegestelle oberhalb des Wehrs. Am gegenüberliegenden Ufer ist die hölzerne Lachstreppe gut zu sehen. Weiter kommt man durch die Edmundsklamm (früher auch Stille Klamm genannt) ausschließlich mit dem Kahn.

Nach etwa 960 m Fahrt, während der wir einen Wasserfall sehen und vom Fährmann viel Interessantes über die Kamnitz und die umliegenden Felsen erfahren, von denen fast jeder einen Namen hat, steigen wir aus und gehen von der Anlegestelle auf einem Pfad am linken Ufer am Hang entlang in Richtung Wilde Klamm. Wir kommen an einem kleinen Wasserfall vorbei und laufen durch zwei in den Felsen gehauene Tunnel. Am immer wilder werdenden Fluss entlang gehen wir bis zur Stimmersdorfer Brücke (Mezní můstek). Weiter geht es auf dem gelben Wanderweg zum nächsten Wehr mit Anlegestelle, wo wir wieder eine Lachstreppe sehen. Wir besteigen einen der Kähne und fahren durch die Wilde Klamm, die nur halb so lang wie die Edmundsklamm und weniger belebt ist. Nach der Kahnfahrt gehen wir den Rest der Strecke zu Fuß.

Über eine Brücke gelangen wir ans rechte Ufer. An der Wegkreuzung verlassen wir die gelbe Markierung und gehen auf dem blau markierten Wanderweg nach Mezní Louka hinauf, wo wir mit dem Wanderbus (Linie 434) zurück nach Hřensko fahren.

Die Rückkehr der Lachse in die Kamnitz

Für die Natur der Böhmischen Schweiz war die Rückkehr der Lachse in die Kamnitz ein großes Ereignis. Der Lachs gehört zu den geschützten Arten. Im 20. Jahrhundert war er jedoch auf dem Gebiet der Tschechischen Republik ausgestorben. Das hatte zwei Gründe: die starke Verunreinigung der Flüsse und den Bau von Wehren und Talsperren. Der Lachs unternimmt nämlich im Laufe seines Lebens eine phantastische Reise von seinem Heimatfluss ins Meer und zurück. Lachse laichen in Süßgewässern und die Jungfische leben dort bis zu einem Alter von zwei Jahren. Dann wandern sie ins Meer, wo sie weiter heranwachsen. Nach zwei Jahren begeben sie sich auf die lange Reise zurück zu dem Ort, an dem sie geboren wurden, um dort ihre Nachkommen zu zeugen. Diese Reise ist gefährlich und viele Lachse kommen dabei ums Leben. Lachse haben die besondere Fähigkeit, am Geschmack die richtigen Nebenflüsse zu erkennen, um in ihren Heimatfluss zurückzufinden. Das Wasser jedes Nebenflusses hat eine einzigartige chemische Zusammensetzung, die sich die jungen Lachse auf ihrer Reise zum Meer merken.

Für die Lachse ist bei der Rückkehr die Passierbarkeit der Flüsse wichtig – deshalb wurden im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts an der Kamnitz Fischtreppen gebaut, die es den Lachsen ermöglichen, Wehre zu überwinden, die für sie ein schwieriges Hindernis darstellen.

Bemühungen, diese bemerkenswerten Fische wieder anzusiedeln, gibt es seit 1998, als der Tschechische Anglerverband erstmals kleine Lachse in der Kamnitz aussetzte. Die ersten erwachsenen Fische kehrten 2002 in die Kamnitz zurück. Damit das Wiederansiedlungsprojekt erfolgreich ist, muss es so lange weitergeführt werden, bis die Lachse in der Lage sind, ohne die Hilfe des Menschen eine neue Generation hervorzubringen. Deshalb wurde das Projekt „Rückkehr der Lachse“ ins Leben gerufen, bei dem es z. B. möglich ist, mithilfe einer Spenden-SMS kleine Lachse zu adoptieren, die in der Kamnitz ausgesetzt werden.


Das Projekt „Tourismus ohne Grenzen“ wurde mithilfe des Programms Ziel 3 zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007–2013 finanziell unterstützt.

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Dauer der Wanderung:
3–4 h

 

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