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Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz)

Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz)

Kategorie
Orte
Lokalita
náměstí Míru 219
Stadt
Česká Kamenice
Postleitzahl
407 21
Land
Tschechien
Öffnungszeiten

-

Česká Kamenice – Stadt der prunkvollen Schätze

Wenn Sie einen Ausflug nach Česká Kamenice unternehmen, werden Sie schon bald feststellen, dass Sie sich in einer Stadt voller ungewöhnlicher Baudenkmäler befinden, die von herrlicher Natur – Aussichtsfelsen und bewaldeten Hügeln – umgeben ist. Ich lade Sie also zu einem ganz besonderen Spaziergang ein – zunächst durch den denkmalgeschützten Stadtkern, der 36 Objekte umfasst!

Der besterhaltene historische Stadtkern der Böhmischen Schweiz

Zuerst besichtigen wir den malerischen Kamnitzer Marktplatz. Wenn Sie genau in seiner Mitte, also am neuneckigen Renaissancebrunnen stehen und sich umschauen, werden Sie mit Sicherheit von den herrlichen Bürgerhäusern und vor allem dem klassizistischen Rathaus (Nr. 219) mit der Aufschrift „Palladium civitatis“ (Schutzschild der Stadt) am Portalsims fasziniert sein. In der Nähe des Rathauses befindet sich ein originelles Gebäude (Nr. 253) – der frühere Gasthof „Adler“ mit bemerkenswerter Dachkonstruktion und hohem Doppelgiebel. Vergessen Sie nicht, auf der gegenüberliegenden Seite dem Bürgerhaus mit der Nr. 73, in dem sich die Touristeninformation befindet, einen Besuch abzustatten. Dort werden Sie nett beraten und können unter anderem einen Stadtplan erwerben, auf dem die Baudenkmäler gekennzeichnet sind. Damit dürften Sie für einen historischen Streifzug durch die Stadt gewappnet sein. Ein paar Meter von der Touristeninformation und dem Marktplatz entfernt befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt – die im Stile der Gotik und der Renaissance erbaute St. Jakobuskirche. Unter anderem ist bemerkenswert, dass dort vor mehr als zweihundert Jahren Antonín Dvořák die Orgel spielte. Neben einer Kirchenbesichtigung können Sie auch auf den 46 Meter hohen Turm steigen, wo Ihnen das gesamte historische Stadtzentrum, aber auch die schöne Umgebung zu Füßen liegen.

Prachtvoller Wallfahrtsort

In Česká Kamenice gewesen zu sein und nicht das architektonische Juwel der Stadt – die Wallfahrtskapelle Mariä Geburt – besucht zu haben, wäre wahrhaftig eine Sünde. Der runde Zentralbau des Architekten Octavio Broggio aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der Zeit des Hochbarock, ist nämlich mit seinen malerischen Säulengängen und seinem Kuppeldach ein wunderschöner, mystischer Ort, der zur inneren Einkehr anhält. Bei einer Besichtigung dieses Objekts werden Sie am Hauptaltar eine Statue der Jungfrau Maria entdecken. Um diese Marienfigur ranken sich zahlreiche Wundergeschichten, die einst Scharen von Pilgern anzogen ...

Zurück in die Natur …

Nach so vielen schönen historischen und architektonischen Schätzen ist es nun an der Zeit, sich in die Natur zu begeben. So sind es zum Beispiel bis zum Basaltfelsen mit dem treffenden Namen „Jehla“ (dt. Nolde, mundartlich für Nadel) vom Marktplatz aus nur knapp 2 km auf dem blau markierten Wanderweg. Dieser führt an Felsen aus Säulenbasalt und an einer „Zwergenbecken“ (Trpasličí pánev) genannten Mulde vorbei zum erwähnten Aussichtsfelsen. Von dort haben Sie einen Blick auf die ganze Stadt, aber auch auf die Gipfel des Lausitzer Gebirges, des Böhmischen Mittelgebirges und der Böhmischen Schweiz. Auf dem gegenüberliegenden Berg gibt es einen etwas höheren Aussichtspunkt (530 m), der ebenfalls vom Stadtzentrum aus gut zu erreichen ist: die romantisch anmutende Ruine der Burg Kempnitz (auch Kampnitz, tsch. Kamenický hrad) mit einem Aussichtsturm auf dem sogenannten Schlossberg (Zámecký vrch).

Wussten Sie, dass ...

… die Stadt Česká Kamenice seit 2005 den Titel „Historische Stadt“ trägt?

… Česká Kamenice der einzige Ort in der Tschechischen Republik ist, an dem gleich drei Landschaftsschutzgebiete aneinander angrenzen: das Lausitzer Gebirge, das Elbsandsteingebirge und das Böhmische Mittelgebirge?

… Sie im nahegelegenen Ort Kamenický Šenov ein Glasmuseum besichtigen können, in dem überwiegend graviertes und geschliffenes Glas der Region Steinschöna/Haida (Kamenický Šenov/Nový Bor) aus dem 17. bis 20. Jahrhundert zu sehen ist? Leicht zu erreichen ist auch das Naturdenkmal Herrnhausfelsen (Panská skála, 592 m), die älteste unter Schutz stehende geologische Formation auf tschechischem Gebiet. Seine fünf- bis sechseckigen regelmäßigen Basaltsäulen sind nebeneinander angeordnet wie die Pfeifen einer Kirchenorgel. Unterhalb des Felsens befindet sich ein kleiner See, der durch die Ansammlung von Niederschlagswasser in einer Mulde des früheren Steinbruchs entstanden ist. Am Herrnhausfelsen wurde der legendäre Märchenfilm „Die stolze Prinzessin“ gedreht.

Was Sie sehen sollten

Besichtigen sollten Sie zum Beispiel den unter Denkmalschutz stehenden Stadtkern, in dem sich fast 40 Objekte befinden, die zum Kulturdenkmal erklärt wurden. Den Kern des Denkmalschutzgebietes bildet der Marktplatz (náměstí Míru) mit einem neuneckigen Renassiancebrunnen und einer Barockstatue der Maria Immaculata. Zu den wertvollsten Objekten gehören die im Stile der Gotik und der Renaissance erbaute St. Jakobuskirche, die Wallfahrtskapelle Mariä Geburt aus der Zeit des Hochbardock, die evangelische Kirche, das Rathaus, das Saalhausen-Schlösschen, das Kreiscaritasgebäude, die ehemalige Sparkasse (heute städtische Galerie) und weitere Objekte. Wallfahrtskapelle Mariä Geburt – Zentralbau aus dem 18. Jahrhundert im Stile des Hochbarock, Kreuzweg in den Säulengängen, Heiligenstatuen aus der Werkstatt Ferdinand Maximilian Brokoffs sowie Fresken von Ferdinand Brunetti. Die Wallfahrtskapelle ist während der Saison im Rahmen von Führungen zugänglich, im Juli und August täglich von 10 bis16 Uhr, außerhalb der Saison müssen Besichtigungen in der Touristeninformation angemeldet werden. Burg Kempnitz (Kamenický hrad) auf dem Schlossberg (Zámecký vrch) – romantische Ruine einer mittelalterlichen Burg auf einem Basalthügel (530 m). Zur Burg gelangt man mit der grünen Wandermarkierung vom Stadtzentrum aus. Die Entfernung beträgt ca. 2 km. Teil des historischen Areals ist ein hölzerner Aussichtsturm aus jüngerer Zeit, der einzigartige Blicke auf das Kamnitzer Tal bietet.

Was Sie erleben sollten

Wir empfehlen Ihnen einen Besuch in der spätgotischen dreischiffigen Kirche St. Jakobus d. Ältere und einen Aufstieg auf den ehemaligen Stadtturm (46 m). Als Lohn erwartet Sie ein herrlicher Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Am Spiel auf der Orgel in der St. Jakobuskirche erfreute sich der junge Komponist Antonín Dvořák, der sich ein Jahr in der Stadt aufhielt, um seine Deutschkenntnisse zu vervollkommnen. Während der Saison kann man die Kirche im Rahmen von Führungen besichtigen. Genaueres erfahren Sie in der Touristeninformation am Marktplatz. Empfehlenswert ist auch eine Besichtigung in der ehemaligen unterirdischen Flugzeugfabrik in Rabštejn bei Janská, die dort während des 2. Weltkriegs errichtet wurde. Erleben sollte man auch eine Fahrt mit dem historischen Kamnitzer Triebwagen, der von Juni bis September zwischen Česká Kamenice und Kamenický Šenov verkehrt. Interessant ist auch ein Besuch des Brüderaltars. Der mündlichen Überlieferung zufolge sollen sich dort in den Jahren 1515 bis 1614, als sich die Herrschaft Böhmisch Kamnitz in der Hand des protestantischen Adels befand, heimlich die Katholiken getroffen haben. Nach der Schlacht am Weißen Berg dagegen sollen dort Gottesdienste der Protestanten stattgefunden haben. Anderen Quellen zufolge befindet sich an dieser Stelle erst seit 1867 eine Wallfahrtsstätte, die 1887 mit einer reichen Ausschmückung einschließlich mehrerer Statuen und eines verzierten Holzaltars versehen wurde. Nach dem 2. Weltkrieg verwahrloste der Ort und erst 1993 reinigte man ihn wieder und es wurde eine Gedenktafel mit dem Relief des früheren Altars angebracht. Das zerstörte Areal erfuhr ab Herbst 2010, als seine Wiederherstellung in Angriff genommen wurde, große Veränderungen. An den romantischen Ort im Wald, 1 km nordöstlich von Česká Kamenice kehrte der Kreuzweg zurück, die Statuen wurden restauriert und die Treppe instand gesetzt. Für die Restaurierung des Brüderaltars sorgten die gemeinnützige Organisation „České Švýcarsko“ und die Stadt Česká Kamenice im Rahmen des Projekts „Listen to the voice of villages“.

Ausflugstipps

Česká Kamenice Zentrum – Aussichtsfelsen „Žába“ – Aussichtspunkt „Ponorka“ – Brüderaltar – Česká Kamenice (5 km)
Vom Marktplatz aus gehen wir auf dem gelb markierten Wanderweg in nördlicher Richtung durch die Nerudova-Straße, an der Wallfahrtskapelle Mariä Geburt vorbei, rechts um das städtische Freibad herum und dann bergauf zu den Felsgebilden und Aussichtspunkten „Žába“ (Kröte) und „Ponorka“ (U-Boot). Auf unserer Route kommen wir auch an einem Sandsteinkegel vorbei, an dem sich vor dem 2. Weltkrieg eine Gedenktafel für Wilhelm Tell befand. Anstelle der Tafel gibt es heute nur noch eine leere Vertiefung im Felsen. Ein paar Schritte weiter befindet sich eine (noch) namenlose Aussichtsplattform mit gut erhaltenem Geländer, die auf einer alten deutschen Karte als Joohn-Stein verzeichnet ist. Auch dort hat man einen schönen Ausblick auf die Landschaft, wenn er auch von beiden Seiten von bewaldeten Sandsteinfelsen gerahmt wird. Mit der gelben Wegmarkierung wandern wir weiter zu den Resten der Dreifaltigkeitskapelle (in einer Felsnische), bis wir an das Ende des Rundwegs gelangen – zum Areal mit dem Brüderaltar. Dort kann man der blauen Markierung nach Líska und Chřibská folgen oder am Berg „Jehla“ vorbei nach Česká Kamenice zurückkehren.
 Česká Kamenice – Aussichtspunkt „Jehla“ – Líska – Kaltenberg/Studenec – Lehrpfad „Umgebung des Kaltenbergs“ – Goldberg/Zlatý vrch – Česká Kamenice (12 km)
Auf dem blau markierten Wanderweg über den Berg Jehla (Nolde) und den Brüderaltar in das Dorf Líska und zum Fuße des Kaltenbergs mit der Möglichkeit, zum Aussichtsturm hinaufzusteigen. Weiter auf dem rot markierten Weg zum Naturdenkmal „Zlatý vrch“ (Goldberg, 27 m lange Basaltsäulen), wo sich der Naturlehrpfad „Umgebung des Kaltenbergs“ anschließt, über den Silberberg (Stříbrný vrch) zurück nach Česká Kamenice. Česká Kamenice – Schlossberg/Zámecký vrch – Kamenický Šenov – Herrnhausfelsen – Prácheň – Polevsko – Kytlice – Česká Kamenice (14 km)
Auf den Spuren der Glasbläser auf dem grün markierten Weg zum Schlossberg (Burgruine mit Aussichtsturm), nach Kamenický Šenov (Glasmuseum) und weiter zum Herrnhausfelsen (Steinorgel) in der Gemeinde Prácheň. Mit der blauen Wegmarkierung nach Polevsko und auf dem gelben Weg in den Datschenort Kytlice. Von dort zu Fuß oder mit dem Zug zurück nach Česká Kamenice.
 Česká Kamenice – Filipov – Srbská Kamenice – Grundmühle – Kamenická Stráň – Rosenberg – Janská – Česká Kamenice (20 km)
Auf dem blau markierten Weg über Filipov nach Srbská Kamenice und zu den Ruinen der Grundmühle (Dolský mlýn). Mit der gelben Wegmarkierung steil bergauf nach Kamenická Stráň, wo es viele traditionelle Häuser in Blockbauweise gibt. Es folgt der Aufstieg auf den Rosenberg (Růžovský vrch) und auf dem gelb markierten Wanderweg der Abstieg nach Srbská Kamenice, Janská und zurück nach Česká Kamenice.

Radtouren

Durch das Lausitzer Gebirge: Česká Kamenice – Kamenický Šenov – Prácheň (Herrnhausfelsen) – Polevsko – Kytlice – Mlýny – Wüstes Schloss – Česká Kamenice (22 km)
Auf den Spuren ländlicher Architektur: Česká Kamenice – Kunratice – Lipnice – Studený – Rynartice – Jetřichovice – Všemily – Srbská Kamenice – Janská – Česká Kamenice (30 km)

Sportmöglichkeiten im Sommer

Sportareal Česká Kamenice – das Sportareal, zu dem auch eine Pension gehört, kann genutzt werden für: Floorball, Badminton, Futsal, Volleyball, Fußballtennis, Basketball, Tennis, Ping-Pong, Handball
Städtisches Freibad: geöffnet von Juni – August von 10.00 bis 19.00 Uhr. Bei gutem Wetter ist das Freibad schon Ende Mai bzw. bis Anfang September geöffnet und die Öffnungszeiten können bis 21.00 Uhr verlängert werden.

Sportmöglichkeiten im Winter

Polevsko – Ski fahren können Sie im Skigebiet Polevsko zwischen den Bergen Mevědí vrch und Polevský vrch, wo es einen 400 m langen Tellerlift sowie eine Wettkampf- und eine Touristenabfahrtspiste gibt. Eine weitere Möglichkeit bietet sich in Horní Světlá pod Luží (Flutlicht). Für Langläufer stehen bei Polevsko, Kytlice und an der Lausche präparierte Loipen bereit. Weitere Auskünfte erhalten Sie in der Touristeninformation Česká Kamenice.

 

 

 

 

50.800014, 14.4170481

Preis
Nächste Station
Station: Česká Kamenice, Pražská
Entfernung:
0,2km
Station: Česká Kamenice, Pražská
Entfernung:
0,2km

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Česká Kamenice – Stadt der prunkvollen Schätze

Wenn Sie einen Ausflug nach Česká Kamenice unternehmen, werden Sie schon bald feststellen, dass Sie sich in einer Stadt voller ungewöhnlicher Baudenkmäler befinden, die von herrlicher Natur – Aussichtsfelsen und bewaldeten Hügeln – umgeben ist. Ich lade Sie also zu einem ganz besonderen Spaziergang ein – zunächst durch den denkmalgeschützten Stadtkern, der 36 Objekte umfasst!

Der besterhaltene historische Stadtkern der Böhmischen Schweiz

Zuerst besichtigen wir den malerischen Kamnitzer Marktplatz. Wenn Sie genau in seiner Mitte, also am neuneckigen Renaissancebrunnen stehen und sich umschauen, werden Sie mit Sicherheit von den herrlichen Bürgerhäusern und vor allem dem klassizistischen Rathaus (Nr. 219) mit der Aufschrift „Palladium civitatis“ (Schutzschild der Stadt) am Portalsims fasziniert sein. In der Nähe des Rathauses befindet sich ein originelles Gebäude (Nr. 253) – der frühere Gasthof „Adler“ mit bemerkenswerter Dachkonstruktion und hohem Doppelgiebel. Vergessen Sie nicht, auf der gegenüberliegenden Seite dem Bürgerhaus mit der Nr. 73, in dem sich die Touristeninformation befindet, einen Besuch abzustatten. Dort werden Sie nett beraten und können unter anderem einen Stadtplan erwerben, auf dem die Baudenkmäler gekennzeichnet sind. Damit dürften Sie für einen historischen Streifzug durch die Stadt gewappnet sein. Ein paar Meter von der Touristeninformation und dem Marktplatz entfernt befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt – die im Stile der Gotik und der Renaissance erbaute St. Jakobuskirche. Unter anderem ist bemerkenswert, dass dort vor mehr als zweihundert Jahren Antonín Dvořák die Orgel spielte. Neben einer Kirchenbesichtigung können Sie auch auf den 46 Meter hohen Turm steigen, wo Ihnen das gesamte historische Stadtzentrum, aber auch die schöne Umgebung zu Füßen liegen.

Prachtvoller Wallfahrtsort

In Česká Kamenice gewesen zu sein und nicht das architektonische Juwel der Stadt – die Wallfahrtskapelle Mariä Geburt – besucht zu haben, wäre wahrhaftig eine Sünde. Der runde Zentralbau des Architekten Octavio Broggio aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der Zeit des Hochbarock, ist nämlich mit seinen malerischen Säulengängen und seinem Kuppeldach ein wunderschöner, mystischer Ort, der zur inneren Einkehr anhält. Bei einer Besichtigung dieses Objekts werden Sie am Hauptaltar eine Statue der Jungfrau Maria entdecken. Um diese Marienfigur ranken sich zahlreiche Wundergeschichten, die einst Scharen von Pilgern anzogen ...

Zurück in die Natur …

Nach so vielen schönen historischen und architektonischen Schätzen ist es nun an der Zeit, sich in die Natur zu begeben. So sind es zum Beispiel bis zum Basaltfelsen mit dem treffenden Namen „Jehla“ (dt. Nolde, mundartlich für Nadel) vom Marktplatz aus nur knapp 2 km auf dem blau markierten Wanderweg. Dieser führt an Felsen aus Säulenbasalt und an einer „Zwergenbecken“ (Trpasličí pánev) genannten Mulde vorbei zum erwähnten Aussichtsfelsen. Von dort haben Sie einen Blick auf die ganze Stadt, aber auch auf die Gipfel des Lausitzer Gebirges, des Böhmischen Mittelgebirges und der Böhmischen Schweiz. Auf dem gegenüberliegenden Berg gibt es einen etwas höheren Aussichtspunkt (530 m), der ebenfalls vom Stadtzentrum aus gut zu erreichen ist: die romantisch anmutende Ruine der Burg Kempnitz (auch Kampnitz, tsch. Kamenický hrad) mit einem Aussichtsturm auf dem sogenannten Schlossberg (Zámecký vrch).

Wussten Sie, dass ...

… die Stadt Česká Kamenice seit 2005 den Titel „Historische Stadt“ trägt?

… Česká Kamenice der einzige Ort in der Tschechischen Republik ist, an dem gleich drei Landschaftsschutzgebiete aneinander angrenzen: das Lausitzer Gebirge, das Elbsandsteingebirge und das Böhmische Mittelgebirge?

… Sie im nahegelegenen Ort Kamenický Šenov ein Glasmuseum besichtigen können, in dem überwiegend graviertes und geschliffenes Glas der Region Steinschöna/Haida (Kamenický Šenov/Nový Bor) aus dem 17. bis 20. Jahrhundert zu sehen ist? Leicht zu erreichen ist auch das Naturdenkmal Herrnhausfelsen (Panská skála, 592 m), die älteste unter Schutz stehende geologische Formation auf tschechischem Gebiet. Seine fünf- bis sechseckigen regelmäßigen Basaltsäulen sind nebeneinander angeordnet wie die Pfeifen einer Kirchenorgel. Unterhalb des Felsens befindet sich ein kleiner See, der durch die Ansammlung von Niederschlagswasser in einer Mulde des früheren Steinbruchs entstanden ist. Am Herrnhausfelsen wurde der legendäre Märchenfilm „Die stolze Prinzessin“ gedreht.

Was Sie sehen sollten

Besichtigen sollten Sie zum Beispiel den unter Denkmalschutz stehenden Stadtkern, in dem sich fast 40 Objekte befinden, die zum Kulturdenkmal erklärt wurden. Den Kern des Denkmalschutzgebietes bildet der Marktplatz (náměstí Míru) mit einem neuneckigen Renassiancebrunnen und einer Barockstatue der Maria Immaculata. Zu den wertvollsten Objekten gehören die im Stile der Gotik und der Renaissance erbaute St. Jakobuskirche, die Wallfahrtskapelle Mariä Geburt aus der Zeit des Hochbardock, die evangelische Kirche, das Rathaus, das Saalhausen-Schlösschen, das Kreiscaritasgebäude, die ehemalige Sparkasse (heute städtische Galerie) und weitere Objekte. Wallfahrtskapelle Mariä Geburt – Zentralbau aus dem 18. Jahrhundert im Stile des Hochbarock, Kreuzweg in den Säulengängen, Heiligenstatuen aus der Werkstatt Ferdinand Maximilian Brokoffs sowie Fresken von Ferdinand Brunetti. Die Wallfahrtskapelle ist während der Saison im Rahmen von Führungen zugänglich, im Juli und August täglich von 10 bis16 Uhr, außerhalb der Saison müssen Besichtigungen in der Touristeninformation angemeldet werden. Burg Kempnitz (Kamenický hrad) auf dem Schlossberg (Zámecký vrch) – romantische Ruine einer mittelalterlichen Burg auf einem Basalthügel (530 m). Zur Burg gelangt man mit der grünen Wandermarkierung vom Stadtzentrum aus. Die Entfernung beträgt ca. 2 km. Teil des historischen Areals ist ein hölzerner Aussichtsturm aus jüngerer Zeit, der einzigartige Blicke auf das Kamnitzer Tal bietet.

Was Sie erleben sollten

Wir empfehlen Ihnen einen Besuch in der spätgotischen dreischiffigen Kirche St. Jakobus d. Ältere und einen Aufstieg auf den ehemaligen Stadtturm (46 m). Als Lohn erwartet Sie ein herrlicher Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Am Spiel auf der Orgel in der St. Jakobuskirche erfreute sich der junge Komponist Antonín Dvořák, der sich ein Jahr in der Stadt aufhielt, um seine Deutschkenntnisse zu vervollkommnen. Während der Saison kann man die Kirche im Rahmen von Führungen besichtigen. Genaueres erfahren Sie in der Touristeninformation am Marktplatz. Empfehlenswert ist auch eine Besichtigung in der ehemaligen unterirdischen Flugzeugfabrik in Rabštejn bei Janská, die dort während des 2. Weltkriegs errichtet wurde. Erleben sollte man auch eine Fahrt mit dem historischen Kamnitzer Triebwagen, der von Juni bis September zwischen Česká Kamenice und Kamenický Šenov verkehrt. Interessant ist auch ein Besuch des Brüderaltars. Der mündlichen Überlieferung zufolge sollen sich dort in den Jahren 1515 bis 1614, als sich die Herrschaft Böhmisch Kamnitz in der Hand des protestantischen Adels befand, heimlich die Katholiken getroffen haben. Nach der Schlacht am Weißen Berg dagegen sollen dort Gottesdienste der Protestanten stattgefunden haben. Anderen Quellen zufolge befindet sich an dieser Stelle erst seit 1867 eine Wallfahrtsstätte, die 1887 mit einer reichen Ausschmückung einschließlich mehrerer Statuen und eines verzierten Holzaltars versehen wurde. Nach dem 2. Weltkrieg verwahrloste der Ort und erst 1993 reinigte man ihn wieder und es wurde eine Gedenktafel mit dem Relief des früheren Altars angebracht. Das zerstörte Areal erfuhr ab Herbst 2010, als seine Wiederherstellung in Angriff genommen wurde, große Veränderungen. An den romantischen Ort im Wald, 1 km nordöstlich von Česká Kamenice kehrte der Kreuzweg zurück, die Statuen wurden restauriert und die Treppe instand gesetzt. Für die Restaurierung des Brüderaltars sorgten die gemeinnützige Organisation „České Švýcarsko“ und die Stadt Česká Kamenice im Rahmen des Projekts „Listen to the voice of villages“.

Ausflugstipps

Česká Kamenice Zentrum – Aussichtsfelsen „Žába“ – Aussichtspunkt „Ponorka“ – Brüderaltar – Česká Kamenice (5 km)
Vom Marktplatz aus gehen wir auf dem gelb markierten Wanderweg in nördlicher Richtung durch die Nerudova-Straße, an der Wallfahrtskapelle Mariä Geburt vorbei, rechts um das städtische Freibad herum und dann bergauf zu den Felsgebilden und Aussichtspunkten „Žába“ (Kröte) und „Ponorka“ (U-Boot). Auf unserer Route kommen wir auch an einem Sandsteinkegel vorbei, an dem sich vor dem 2. Weltkrieg eine Gedenktafel für Wilhelm Tell befand. Anstelle der Tafel gibt es heute nur noch eine leere Vertiefung im Felsen. Ein paar Schritte weiter befindet sich eine (noch) namenlose Aussichtsplattform mit gut erhaltenem Geländer, die auf einer alten deutschen Karte als Joohn-Stein verzeichnet ist. Auch dort hat man einen schönen Ausblick auf die Landschaft, wenn er auch von beiden Seiten von bewaldeten Sandsteinfelsen gerahmt wird. Mit der gelben Wegmarkierung wandern wir weiter zu den Resten der Dreifaltigkeitskapelle (in einer Felsnische), bis wir an das Ende des Rundwegs gelangen – zum Areal mit dem Brüderaltar. Dort kann man der blauen Markierung nach Líska und Chřibská folgen oder am Berg „Jehla“ vorbei nach Česká Kamenice zurückkehren.
 Česká Kamenice – Aussichtspunkt „Jehla“ – Líska – Kaltenberg/Studenec – Lehrpfad „Umgebung des Kaltenbergs“ – Goldberg/Zlatý vrch – Česká Kamenice (12 km)
Auf dem blau markierten Wanderweg über den Berg Jehla (Nolde) und den Brüderaltar in das Dorf Líska und zum Fuße des Kaltenbergs mit der Möglichkeit, zum Aussichtsturm hinaufzusteigen. Weiter auf dem rot markierten Weg zum Naturdenkmal „Zlatý vrch“ (Goldberg, 27 m lange Basaltsäulen), wo sich der Naturlehrpfad „Umgebung des Kaltenbergs“ anschließt, über den Silberberg (Stříbrný vrch) zurück nach Česká Kamenice. Česká Kamenice – Schlossberg/Zámecký vrch – Kamenický Šenov – Herrnhausfelsen – Prácheň – Polevsko – Kytlice – Česká Kamenice (14 km)
Auf den Spuren der Glasbläser auf dem grün markierten Weg zum Schlossberg (Burgruine mit Aussichtsturm), nach Kamenický Šenov (Glasmuseum) und weiter zum Herrnhausfelsen (Steinorgel) in der Gemeinde Prácheň. Mit der blauen Wegmarkierung nach Polevsko und auf dem gelben Weg in den Datschenort Kytlice. Von dort zu Fuß oder mit dem Zug zurück nach Česká Kamenice.
 Česká Kamenice – Filipov – Srbská Kamenice – Grundmühle – Kamenická Stráň – Rosenberg – Janská – Česká Kamenice (20 km)
Auf dem blau markierten Weg über Filipov nach Srbská Kamenice und zu den Ruinen der Grundmühle (Dolský mlýn). Mit der gelben Wegmarkierung steil bergauf nach Kamenická Stráň, wo es viele traditionelle Häuser in Blockbauweise gibt. Es folgt der Aufstieg auf den Rosenberg (Růžovský vrch) und auf dem gelb markierten Wanderweg der Abstieg nach Srbská Kamenice, Janská und zurück nach Česká Kamenice.

Radtouren

Durch das Lausitzer Gebirge: Česká Kamenice – Kamenický Šenov – Prácheň (Herrnhausfelsen) – Polevsko – Kytlice – Mlýny – Wüstes Schloss – Česká Kamenice (22 km)
Auf den Spuren ländlicher Architektur: Česká Kamenice – Kunratice – Lipnice – Studený – Rynartice – Jetřichovice – Všemily – Srbská Kamenice – Janská – Česká Kamenice (30 km)

Sportmöglichkeiten im Sommer

Sportareal Česká Kamenice – das Sportareal, zu dem auch eine Pension gehört, kann genutzt werden für: Floorball, Badminton, Futsal, Volleyball, Fußballtennis, Basketball, Tennis, Ping-Pong, Handball
Städtisches Freibad: geöffnet von Juni – August von 10.00 bis 19.00 Uhr. Bei gutem Wetter ist das Freibad schon Ende Mai bzw. bis Anfang September geöffnet und die Öffnungszeiten können bis 21.00 Uhr verlängert werden.

Sportmöglichkeiten im Winter

Polevsko – Ski fahren können Sie im Skigebiet Polevsko zwischen den Bergen Mevědí vrch und Polevský vrch, wo es einen 400 m langen Tellerlift sowie eine Wettkampf- und eine Touristenabfahrtspiste gibt. Eine weitere Möglichkeit bietet sich in Horní Světlá pod Luží (Flutlicht). Für Langläufer stehen bei Polevsko, Kytlice und an der Lausche präparierte Loipen bereit. Weitere Auskünfte erhalten Sie in der Touristeninformation Česká Kamenice.

 

 

 

 

50.800014, 14.4170481

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