Die Dittersbacher Wände (Jetřichovické vyhlídky)

Die Dittersbacher Wände (Jetřichovické vyhlídky)

Kategorie
Wanderwege
Länge
6.80km
Kumulative Höhe
381

In Jetřichovice (Dittersbach) gibt es, ein kleines Stück von der Touristeninformation entfernt, einen Wegweiser, von dem man auf dem rot markierten Wanderweg bergauf ins Königreich der Felsen gelangt. Wir gehen an hohen Felsen vorbei und nähern uns dem Pavillon auf dem Gipfel des Marienfelsens (Mariina skála). Von der Wegkreuzung steigen wir über Stufen nach oben bis auf ein Sandsteinplateau. Der Holzpavillon auf dem Gipfel wurde 2006 wieder aufgebaut, nachdem der ursprüngliche Unterstand von einem Brand vernichtet wurde, der von fahrlässigen Besuchern verursacht worden war.
Wir steigen wieder hinunter und wandern weiter zur Wilhelminenwand (Vilemínina stěna). Einmal gehen wir unter einer Felsdecke hindurch. An dieser Stelle wurde ein Durchgang in den Felsen gehauen, um den Wanderern den Weg zu bahnen.
Auf einem schmalen, gewundenen Pfad gelangen wir zu zwei Talengen (Steintoren), wo sich der Abzweig zur Wilhelminenwand befindet. Über einen Felsgraben kommen wir auf die von Geländern gesäumte Aussichtsplattform. Von dort hat man eine herrliche Aussicht auf den Marienfelsen.
 
Anschließend kehren wir zurück zur Wegkreuzung, an der sich ein Wegweiser und ein Pavillon befinden. Wir sind vom Purkartitzer Wald umgeben, durch den wir zum Rudolfstein (Rudolfův kámen) wandern. Auf einem herrlichen Weg gelangen wir auf eine Lichtung, von der man den Pavillon auf dem Rudolfstein sehen kann. Der Aufstieg auf den Felsen ist sehr anspruchsvoll, über steile Stufen im Felsen und eine kleine Brücke, eng am Felsen entlang, auf einem schmalen Pfad und über Leitern, über die wir zu einem Geländer klettern, an dem wir über den nackten Felsen zum Gipfel gelangen. Der faszinierende Rundblick lohnt aber die Anstrengung.   
Hinunter gehen wir durch eine relativ breite Talenge bis zu einem Schotterweg, der etwa einen Kilometer leicht bergab zur Wegkreuzung „Pohovka“ führt. Auf dem grün markierten Wanderweg kehren wir nach Jetřichovice zurück.
 
 
Marie, Wilhelmine, Rudolf – drei in Fels gemeißelte Namen

Alle drei Dittersbacher Aussichtspunkte sind nach Mitgliedern der Familie Kinsky benannt, der die Herrschaft Böhmisch Kamnitz (Česká Kamenice) gehörte.
 
Im Jahr 1856 ließ Ferdinand Bonaventura, der 7. Fürst Kinsky, auf dem Gipfel des Marienfelsens einen Pavillon in Form eines griechischen Tempels errichten. Gleichzeitig benannte er ihn nach seiner Frau Marie Anna Kinsky, geborene Prinzessin von und zu Liechtenstein. Zuvor trug der Sandsteinfelsen den Namen Großer Spitzstein (Velký Ostrý). Vor der Ankunft der Herrschaften wurde auf dem Dach des Pavillons immer eine Fahne mit dem Wappen der Familie Kinsky gehisst.
 
Die Wilhelminenwand hieß ursprünglich „Schwarze Wand“. Dieser Name ist allerdings schon fast in Vergessenheit geraten. Später benannte man die Wand nach Fürstin Wilhelmine Kinsky, der Frau Rudolf Kinskys. Der Fels wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts zugänglich gemacht und man errichtete darauf einen Holzpavillon. Er war einer Einsiedelei nachempfunden, steht heute aber nicht mehr.
 
Der Rudolfstein, auch „Ostroh“ und früher „Hoher Stein“ genannt, trägt seit 1824 den Namen des Fürsten Rudolf Kinsky, der damals den Felsen besuchte und später dort einen Unterstand errichten ließ.

Das Projekt „Tourismus ohne Grenzen“ wurde mithilfe des Programms Ziel 3 zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007–2013 finanziell unterstützt.

Turistika bez hranic

 

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In Jetřichovice (Dittersbach) gibt es, ein kleines Stück von der Touristeninformation entfernt, einen Wegweiser, von dem man auf dem rot markierten Wanderweg bergauf ins Königreich der Felsen gelangt. Wir gehen an hohen Felsen vorbei und nähern uns dem Pavillon auf dem Gipfel des Marienfelsens (Mariina skála). Von der Wegkreuzung steigen wir über Stufen nach oben bis auf ein Sandsteinplateau. Der Holzpavillon auf dem Gipfel wurde 2006 wieder aufgebaut, nachdem der ursprüngliche Unterstand von einem Brand vernichtet wurde, der von fahrlässigen Besuchern verursacht worden war.
Wir steigen wieder hinunter und wandern weiter zur Wilhelminenwand (Vilemínina stěna). Einmal gehen wir unter einer Felsdecke hindurch. An dieser Stelle wurde ein Durchgang in den Felsen gehauen, um den Wanderern den Weg zu bahnen.
Auf einem schmalen, gewundenen Pfad gelangen wir zu zwei Talengen (Steintoren), wo sich der Abzweig zur Wilhelminenwand befindet. Über einen Felsgraben kommen wir auf die von Geländern gesäumte Aussichtsplattform. Von dort hat man eine herrliche Aussicht auf den Marienfelsen.
 
Anschließend kehren wir zurück zur Wegkreuzung, an der sich ein Wegweiser und ein Pavillon befinden. Wir sind vom Purkartitzer Wald umgeben, durch den wir zum Rudolfstein (Rudolfův kámen) wandern. Auf einem herrlichen Weg gelangen wir auf eine Lichtung, von der man den Pavillon auf dem Rudolfstein sehen kann. Der Aufstieg auf den Felsen ist sehr anspruchsvoll, über steile Stufen im Felsen und eine kleine Brücke, eng am Felsen entlang, auf einem schmalen Pfad und über Leitern, über die wir zu einem Geländer klettern, an dem wir über den nackten Felsen zum Gipfel gelangen. Der faszinierende Rundblick lohnt aber die Anstrengung.   
Hinunter gehen wir durch eine relativ breite Talenge bis zu einem Schotterweg, der etwa einen Kilometer leicht bergab zur Wegkreuzung „Pohovka“ führt. Auf dem grün markierten Wanderweg kehren wir nach Jetřichovice zurück.
 
 
Marie, Wilhelmine, Rudolf – drei in Fels gemeißelte Namen

Alle drei Dittersbacher Aussichtspunkte sind nach Mitgliedern der Familie Kinsky benannt, der die Herrschaft Böhmisch Kamnitz (Česká Kamenice) gehörte.
 
Im Jahr 1856 ließ Ferdinand Bonaventura, der 7. Fürst Kinsky, auf dem Gipfel des Marienfelsens einen Pavillon in Form eines griechischen Tempels errichten. Gleichzeitig benannte er ihn nach seiner Frau Marie Anna Kinsky, geborene Prinzessin von und zu Liechtenstein. Zuvor trug der Sandsteinfelsen den Namen Großer Spitzstein (Velký Ostrý). Vor der Ankunft der Herrschaften wurde auf dem Dach des Pavillons immer eine Fahne mit dem Wappen der Familie Kinsky gehisst.
 
Die Wilhelminenwand hieß ursprünglich „Schwarze Wand“. Dieser Name ist allerdings schon fast in Vergessenheit geraten. Später benannte man die Wand nach Fürstin Wilhelmine Kinsky, der Frau Rudolf Kinskys. Der Fels wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts zugänglich gemacht und man errichtete darauf einen Holzpavillon. Er war einer Einsiedelei nachempfunden, steht heute aber nicht mehr.
 
Der Rudolfstein, auch „Ostroh“ und früher „Hoher Stein“ genannt, trägt seit 1824 den Namen des Fürsten Rudolf Kinsky, der damals den Felsen besuchte und später dort einen Unterstand errichten ließ.

Das Projekt „Tourismus ohne Grenzen“ wurde mithilfe des Programms Ziel 3 zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007–2013 finanziell unterstützt.

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