Kvádrberk (Tafelberg)

Kvádrberk (Tafelberg)

Kategorie
Orte
Stadt
Děčín
Postleitzahl
405 38
Land
Tschechien
Öffnungszeiten

-

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50.77255630
14.21276120
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Děčín, eine aktive Stadt mit magischer Vergangenheit

… und übrigens auch die am niedrigsten gelegene Stadt der Tschechischen Republik (135 m), die sich in einem breiten Kessel rechts und links der Elbe ausbreitet. Dank ihrer Lage wird sie auch oft als „Tor zu Nordböhmen“ bezeichnet. Die Stadt ist ein bedeutender Binnenhafen und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sie nimmt eine Fläche von 12 000 ha ein, umfasst 35 Stadtteile und hat 52 000 Einwohner.

Děčín hat eine lange Geschichte, die bis in die jüngere Steinzeit zurückreicht. Im Stadtteil Podmokly (Bodenbach) befand sich eine Begräbnisstätte aus der Latènezeit, die von der Existenz einer großen Ansiedlung mit spezifischer Kultur zeugt, die als „Bodenbacher Kultur“ bezeichnet wird.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das barocke und klassizistische Schloss, das sich auf einer Felszunge über dem Zusammenfluss von Ploučnice und Elbe befindet und eine hölzerne Burg vom Ende des 10. Jahrhunderts ersetzte. Das Schloss in seiner heutigen Gestalt ist das Werk eines führenden Adelsgeschlechts der Habsburgermonarchie – der Grafen von Thun und Hohenstein, denen die Herrschaft Tetschen von 1628 bis 1932 gehörte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts beherbergte das Schloss verschiedene Armeen. Heute gehört es der Stadt und ist nach einer umfassenden Rekonstruktion ganzjährig für die Allgemeinheit geöffnet.

Děčín wird von einer romantischen Landschaft umrahmt und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung der Stadt.

 

Was Sie sehen sollten

Das Schloss Děčín – zählt zu den bedeutendsten historischen Baudenkmälern Nordböhmens. Im Bezirk Ústí gehört es sogar zu den meistbesuchten denkmalgeschützten Objekten. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und erhebt sich auf einer Felszunge über dem Zusammenfluss von Elbe und Ploučnice. Zum weitläufigen Schlossareal gehören: der Rosengarten mit einer Sala terrena und einer Gloriette, die Lange Fahrt, die Heilig-Kreuz-Kirche mit der Maria-Schnee-Kapelle, historische Pegelmarkierungen am Schlossfelsen, eine Kettenbrücke über die Ploučnice, die Marienwiese und die Thun-Kapelle.

Die Schäferwand (Pastýřská stěna) – dem Schlossfelsen gegenüber erhebt sich am linken Elbufer das Sandsteinmassiv der Schäferwand mit dem eigenwilligen Bauwerk des dortigen Panoramarestaurants, einem Waldpark und dem Zoo. An diesem Ort beginnen verschiedene Wanderwege. Die Panoramaterrassen auf dem Gipfel des Felsens bieten wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den Fluss.

ZOO Děčín – Der zoologische Garten auf der Schäferwand in Děčín wurde 1949 eröffnet (als zweiter Tierpark in Nordböhmen). Heute leben dort etwa 450 Tiere, die mehr als 150 Arten angehören. Hauptziel des Zoos ist die Haltung seltener und wenig bekannter Tierarten, die anderswo in der Tschechischen Republik nicht anzutreffen sind. Neben dem eigentlichen Zoobesuch können Sie sich auch auf eine Abenteuerreise zu den Paradiesinseln begeben (Ausstellung „Rajské ostrovy“).

Synagoge – am Weg zur Schäferwand, in der Nähe der Teplická-Straße, steht das jüdische Gotteshaus, ein hohes Gebäude im neomaurischen Stil mit markanten Jugendstilelementen.

Polzenbrücke (Staroměstský most) – Steinbrücke über den Fluss Ploučnice (dt. Polzen), erbaut 1574 von Valentin Preussler, bedeutendes Renaissancebauwerk. Sie wird geschmückt von einer Statuengruppe J. Brokoffs mit den Landespatronen Böhmens: dem hl. Wenzel, dem hl. Veit und dem hl. Johannes Nepomuk.

Hungerstein (Hladový kámen) – niedrige Wasserstände der Elbe bedeuteten für die Bewohner des Tetschener Beckens immer existenzielle Probleme. Dies belegt der sogenannte Hungerstein, eine Felsklippe im Flussbett der Elbe, die bei niedrigen Pegelständen aus dem Wasser ragt. Die ältesten lesbaren Aufzeichnungen darüber stammen von 1616.

Schafbrücke (Ovčí můstek) über den Eulaubach (Jílovský potok) – Brücke aus Sandsteinquadern mit Katzenkopfpflaster aus Basaltsteinen, typisch ist die hohe Wölbung des Brückenbogens. Erbaut 1561.

Regionalmuseum Děčín – mit Sitz im ehemaligen Jägerhof der Grafen von Thun und Hohenstein. Sie finden dort Ausstellungen über die Entwicklung der Elbschifffahrt, über archäologische Funde auf dem Stadtgebiet aus dem Mittelalter, über die regionale gotische Bildhauerkunst sowie über die Vogelwelt in der Region Děčín, aber auch eine Galerie, thematische Ausstellungen und Kunstausstellungen. Im Park vor dem Gebäude steht ein gewaltiger Ginkobaum.

Eisenbahnmuseum Děčín – Die Ausstellung geleitet Sie thematisch durch die Geschichte der Eisenbahn in der Region Děčín und führt Sie in die Entwicklung elektromechanischer Stellwerke ein. Sie sehen mit eigenen Augen, wie man in früherer und jüngerer Zeit Signale bediente, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Fahrdienstleiter, dem Weichenwärter und dem Zugmelder ablief und wie man mit benachbarten Signalen und Betriebsstellen kommunizierte.

Botanischer Garten in Libverda (Liebwerd) – ganzjährig geöffneter botanischer Garten auf dem Gelände der ältesten Landwirtschaftsschule Böhmens.

 

Wussten Sie, dass ...

… Děčín auch „Stadt der Brücken“ genannt wird? In Děčín gibt es neun Brücken und jede ist durch ihre Bauweise und ihre Geschichte einzigartig. Die schönste von ihnen gibt es leider nur noch auf Fotos: die steinerne Kettenbrücke, die 1855 erbaut und nach Kaiserin Elisabeth benannt wurde. Nach einem Brand blieben nur die Pfeiler stehen, auf denen 1933 die erste und größte Stahlbogenbrücke Böhmens erbaut wurde. Sie wurde nach dem berühmtesten Sohn der Stadt – Miroslav Tyrš – benannt.

… 1835 Frédéric Chopin auf dem Schloss weilte und dort seinen Tetschner Walzer komponierte?

… Dr. Miroslav Tyrš in Tetschen geboren wurde, der Professor für Kunstgeschichte an der Karlsuniversität, Philosoph und Gründer des tschechischen Turnvereins „Sokol“ war?

… dass der Elberadweg durch Děčín führt, der Teil des Radfernweges Hamburg–Wien ist?

 

Was Sie erleben sollten

Schiffsausflüge auf der Elbe

Schiffsfahrten auf der Route Děčín–Hřensko–Bad Schandau–Dresden und zurück, täglich vom Schiffsanleger unterhalb des Děčíner Schlosses am Smetana-Ufer (Smetanovo nábřeží). www.labskaplavebni.cz/index.php?lang=de

 

Schlauchboot- und Raftverleih

In Děčín kann man neue Perspektiven kennenlernen und die Landschaft des Elbtals vom Fluss aus erkunden. Bei guten Wasserständen ist auch der inzwischen in Vergessenheit geratene Unterlauf der Ploučnice befahrbar. http://www.zahranice.de/index.html

 

Der Bärenpfad (Medvědí stezka) an der Schäferwand (Pastýřská stěna)

Ihren Besuch im Děčíner Zoo können Sie auch mit einer neuen Touristenattraktion verbinden, die der Orientierungslaufverein Děčín für Sie vorbereitet hat. Es handelt sich dabei um einen ungewöhnlichen Spaziergang mit einer Orientierungslaufkarte durch den Waldpark auf der Schäferwand, der für alle Alterskategorien bestens geeignet ist.

 

Stadtfest

Alljährlich Mitte Mai findet in Děčín das Stadtfest statt – ein Mix aus Kultur- und Sportveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit. Der traditionelle Lampionumzug wird mit einem Feuerwerk abgeschlossen. Außerdem finden ein historischer Markt und ein Musik- und Sportfestival statt.

 

Erlebnisbad Děčín

Das Erlebnisbad „Aquapark Děčín“ ist der modernste Freizeitsportkomplex mit Thermalwasser in der Tschechischen Republik. Das Areal bietet drinnen wie draußen zahlreiche Attraktionen – ein 25- und ein 50-Meter-Becken, ein Edelstahlbecken, das über die Parameter für Wasserpolo und eine 6 m tiefe Tauchgrube verfügt, 3 Wasserrutschen, einen Wasserpilz, einen Wildwasserfluss, einen Strömungskreisel und andere Attraktionen für Kinder, ein Wellnesszentrum – Saunalandschaft, Massagen, Solarium, eine Sporthalle für Spinning, Spielfelder für Beachvolleyball, Streetball, Strandfußball, Fußballtennis und Pétanque sowie ein Restaurant.

 

Ausflugstipps

Kaiseraussicht und Aussichtspavillon „Elbwarte“ auf dem Quaderberg (Kvádrberk), Děčín

Der städtische Waldpark Quaderberg ist in Děčín ein beliebter Ort für Spaziergänge. Es gibt zahlreiche Wanderwege und 2009 wurde dort ein Lehrpfad mit Informationen über die Flora und Fauna in diesem Gebiet eröffnet. Über den Kamm des Quaderbergs führt ein Promenadenweg bis zu einem Aussichtspavillon von 1890, der den Namen „Elbwarte“ (Labská stráž) trägt.

Aussichtsturm auf der Kolmener Kippe (Velký Chlum), Děčín

Der Aussichtsturm befindet sich auf dem Basaltberg Kolmener Kippe (736 m). Er bietet Ausblicke auf das Tetschener Becken, einen Teil des Böhmischen Mittelgebirges und den Hohen Schneeberg.

Aussichtsturm auf dem Falkenberg (Sokolí vrch), Dobrná

Der Aussichtsturm befindet sich auf einer Höhe von 506 m. Er ist 51 m hoch und hat eine Außenwendeltreppe. Eröffnet wurde er am 1.5.2004. Zur überdachten Aussichtsplattform führen 162 Stufen. Der Turm bietet einen herrlichen Rundblick über die Stadt Děčín und ihre Umgebung.

Hoher Schneeberg (Děčínský Sněžník), Jílové

Der Hohe Schneeberg beherrscht weithin das Landschaftsbild und ist mit einer Höhe von 723 m der höchste Tafelberg der Tschechischen Republik. Auf seinem Gipfel befindet sich ein Steinturm mit Zinnenkranz. Er wurde 1864 erbaut und ist der älteste steinerne Aussichtsturm Böhmens.

Aussichtspunkt „Belvedere“, Labská Stráň

Erbaut 1701–1711, ältester Aussichtspunkt der Böhmischen Schweiz. Er bietet einen Ausblick ins Elbtal.

Burgruine Sperlingstein (Vrabinec), Těchlovice (Ortslage Babětín)

Die Burg Sperlingstein (Vrabín, später allgemein unter dem Namen Vrabinec bekannt) wurde über einem Bachtal in der Nähe des Weilers Babětín (Babutin) auf einem steilen, zerklüfteten Felsen erbaut.

Aussichtsturm „Kohout“, Valkeřice

Auf dem Gipfel des Berges Kohout (Krohberg, 589 m) steht der gleichnamige Aussichtsturm. Auf dem 12 m hohen Steinturm befindet sich eine Aussichtsplattform.

Zinkenstein (Buková hora), Verneřice

Der Zinkenstein (auch Buchberg) befindet sich im Wernstädter Mittelgebirge (Verneřické středohoří) oberhalb des Elbtals zwischen Děčín und Ústí nad Labem. Der Zinkenstein ist ein 683 m hoher Basaltberg, der diesen Teil des Böhmischen Mittelgebirges überragt. Auf seinem Gipfel steht der Fernsehturm „Buková hora“, der weithin zu sehen und mit einer Höhe von 223 m das höchste Betonbauwerk der Tschechischen Republik ist.

Humboldtblick (Humboldtova vyhlídka), Verneřice

Der Humboldtblick befindet sich in der Nähe des Fernsehturms „Buková hora“, an einem Abzweig vom rot markierten Wanderweg. Man hat dort einen herrlichen Ausblick auf mehrere Elbmäander zwischen Děčín und Ústí nad Labem. Der Weg zum Humboldtblick führt an einer historischen Berghütte namens „Tetschner Baude“ (Děčínská Bouda) vorbei, wo man Souveniraufkleber für Wanderer mit regionalen Motiven kaufen und einen Imbiss einnehmen kann.

Aussichtspunkt „Víťova vyhlídka“, Verneřice

Den Aussichtspunkt „Víťova vyhlídka“ finden Sie unweit des Ortes Náčkovice auf dem Kamm, an dessen anderem Ende sich der Fernsehturm „Buková hora“ befindet. Der Aussichtsturm ist zwar nicht hoch, aber doch hoch genug, dass herrlichen Ausblicken nichts im Wege steht.

Schloss Jílové

Renaissanceschloss, das von einem romantischen Park mit einem Teich, Gartenflächen und einem Sportplatz umgeben ist, einstiger Sitz der Adelsfamilie von Thun.

Nationalpark Böhmische Schweiz

Děčín ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Zentrum des Nationalparks – insbesondere in die Umgebung von Hřensko, wo man in der Kamnitzklamm eine Kahnfahrt unternehmen oder zum Prebischtor, dem markantesten Felsen der Region, hinaufsteigen kann. In der Sommersaison verkehrt zwischen Děčín und dem Nationalpark auch ein Wanderbus.

 

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Děčín, eine aktive Stadt mit magischer Vergangenheit

… und übrigens auch die am niedrigsten gelegene Stadt der Tschechischen Republik (135 m), die sich in einem breiten Kessel rechts und links der Elbe ausbreitet. Dank ihrer Lage wird sie auch oft als „Tor zu Nordböhmen“ bezeichnet. Die Stadt ist ein bedeutender Binnenhafen und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sie nimmt eine Fläche von 12 000 ha ein, umfasst 35 Stadtteile und hat 52 000 Einwohner.

Děčín hat eine lange Geschichte, die bis in die jüngere Steinzeit zurückreicht. Im Stadtteil Podmokly (Bodenbach) befand sich eine Begräbnisstätte aus der Latènezeit, die von der Existenz einer großen Ansiedlung mit spezifischer Kultur zeugt, die als „Bodenbacher Kultur“ bezeichnet wird.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das barocke und klassizistische Schloss, das sich auf einer Felszunge über dem Zusammenfluss von Ploučnice und Elbe befindet und eine hölzerne Burg vom Ende des 10. Jahrhunderts ersetzte. Das Schloss in seiner heutigen Gestalt ist das Werk eines führenden Adelsgeschlechts der Habsburgermonarchie – der Grafen von Thun und Hohenstein, denen die Herrschaft Tetschen von 1628 bis 1932 gehörte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts beherbergte das Schloss verschiedene Armeen. Heute gehört es der Stadt und ist nach einer umfassenden Rekonstruktion ganzjährig für die Allgemeinheit geöffnet.

Děčín wird von einer romantischen Landschaft umrahmt und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung der Stadt.

 

Was Sie sehen sollten

Das Schloss Děčín – zählt zu den bedeutendsten historischen Baudenkmälern Nordböhmens. Im Bezirk Ústí gehört es sogar zu den meistbesuchten denkmalgeschützten Objekten. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und erhebt sich auf einer Felszunge über dem Zusammenfluss von Elbe und Ploučnice. Zum weitläufigen Schlossareal gehören: der Rosengarten mit einer Sala terrena und einer Gloriette, die Lange Fahrt, die Heilig-Kreuz-Kirche mit der Maria-Schnee-Kapelle, historische Pegelmarkierungen am Schlossfelsen, eine Kettenbrücke über die Ploučnice, die Marienwiese und die Thun-Kapelle.

Die Schäferwand (Pastýřská stěna) – dem Schlossfelsen gegenüber erhebt sich am linken Elbufer das Sandsteinmassiv der Schäferwand mit dem eigenwilligen Bauwerk des dortigen Panoramarestaurants, einem Waldpark und dem Zoo. An diesem Ort beginnen verschiedene Wanderwege. Die Panoramaterrassen auf dem Gipfel des Felsens bieten wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den Fluss.

ZOO Děčín – Der zoologische Garten auf der Schäferwand in Děčín wurde 1949 eröffnet (als zweiter Tierpark in Nordböhmen). Heute leben dort etwa 450 Tiere, die mehr als 150 Arten angehören. Hauptziel des Zoos ist die Haltung seltener und wenig bekannter Tierarten, die anderswo in der Tschechischen Republik nicht anzutreffen sind. Neben dem eigentlichen Zoobesuch können Sie sich auch auf eine Abenteuerreise zu den Paradiesinseln begeben (Ausstellung „Rajské ostrovy“).

Synagoge – am Weg zur Schäferwand, in der Nähe der Teplická-Straße, steht das jüdische Gotteshaus, ein hohes Gebäude im neomaurischen Stil mit markanten Jugendstilelementen.

Polzenbrücke (Staroměstský most) – Steinbrücke über den Fluss Ploučnice (dt. Polzen), erbaut 1574 von Valentin Preussler, bedeutendes Renaissancebauwerk. Sie wird geschmückt von einer Statuengruppe J. Brokoffs mit den Landespatronen Böhmens: dem hl. Wenzel, dem hl. Veit und dem hl. Johannes Nepomuk.

Hungerstein (Hladový kámen) – niedrige Wasserstände der Elbe bedeuteten für die Bewohner des Tetschener Beckens immer existenzielle Probleme. Dies belegt der sogenannte Hungerstein, eine Felsklippe im Flussbett der Elbe, die bei niedrigen Pegelständen aus dem Wasser ragt. Die ältesten lesbaren Aufzeichnungen darüber stammen von 1616.

Schafbrücke (Ovčí můstek) über den Eulaubach (Jílovský potok) – Brücke aus Sandsteinquadern mit Katzenkopfpflaster aus Basaltsteinen, typisch ist die hohe Wölbung des Brückenbogens. Erbaut 1561.

Regionalmuseum Děčín – mit Sitz im ehemaligen Jägerhof der Grafen von Thun und Hohenstein. Sie finden dort Ausstellungen über die Entwicklung der Elbschifffahrt, über archäologische Funde auf dem Stadtgebiet aus dem Mittelalter, über die regionale gotische Bildhauerkunst sowie über die Vogelwelt in der Region Děčín, aber auch eine Galerie, thematische Ausstellungen und Kunstausstellungen. Im Park vor dem Gebäude steht ein gewaltiger Ginkobaum.

Eisenbahnmuseum Děčín – Die Ausstellung geleitet Sie thematisch durch die Geschichte der Eisenbahn in der Region Děčín und führt Sie in die Entwicklung elektromechanischer Stellwerke ein. Sie sehen mit eigenen Augen, wie man in früherer und jüngerer Zeit Signale bediente, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Fahrdienstleiter, dem Weichenwärter und dem Zugmelder ablief und wie man mit benachbarten Signalen und Betriebsstellen kommunizierte.

Botanischer Garten in Libverda (Liebwerd) – ganzjährig geöffneter botanischer Garten auf dem Gelände der ältesten Landwirtschaftsschule Böhmens.

 

Wussten Sie, dass ...

… Děčín auch „Stadt der Brücken“ genannt wird? In Děčín gibt es neun Brücken und jede ist durch ihre Bauweise und ihre Geschichte einzigartig. Die schönste von ihnen gibt es leider nur noch auf Fotos: die steinerne Kettenbrücke, die 1855 erbaut und nach Kaiserin Elisabeth benannt wurde. Nach einem Brand blieben nur die Pfeiler stehen, auf denen 1933 die erste und größte Stahlbogenbrücke Böhmens erbaut wurde. Sie wurde nach dem berühmtesten Sohn der Stadt – Miroslav Tyrš – benannt.

… 1835 Frédéric Chopin auf dem Schloss weilte und dort seinen Tetschner Walzer komponierte?

… Dr. Miroslav Tyrš in Tetschen geboren wurde, der Professor für Kunstgeschichte an der Karlsuniversität, Philosoph und Gründer des tschechischen Turnvereins „Sokol“ war?

… dass der Elberadweg durch Děčín führt, der Teil des Radfernweges Hamburg–Wien ist?

 

Was Sie erleben sollten

Schiffsausflüge auf der Elbe

Schiffsfahrten auf der Route Děčín–Hřensko–Bad Schandau–Dresden und zurück, täglich vom Schiffsanleger unterhalb des Děčíner Schlosses am Smetana-Ufer (Smetanovo nábřeží). www.labskaplavebni.cz/index.php?lang=de

 

Schlauchboot- und Raftverleih

In Děčín kann man neue Perspektiven kennenlernen und die Landschaft des Elbtals vom Fluss aus erkunden. Bei guten Wasserständen ist auch der inzwischen in Vergessenheit geratene Unterlauf der Ploučnice befahrbar. http://www.zahranice.de/index.html

 

Der Bärenpfad (Medvědí stezka) an der Schäferwand (Pastýřská stěna)

Ihren Besuch im Děčíner Zoo können Sie auch mit einer neuen Touristenattraktion verbinden, die der Orientierungslaufverein Děčín für Sie vorbereitet hat. Es handelt sich dabei um einen ungewöhnlichen Spaziergang mit einer Orientierungslaufkarte durch den Waldpark auf der Schäferwand, der für alle Alterskategorien bestens geeignet ist.

 

Stadtfest

Alljährlich Mitte Mai findet in Děčín das Stadtfest statt – ein Mix aus Kultur- und Sportveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit. Der traditionelle Lampionumzug wird mit einem Feuerwerk abgeschlossen. Außerdem finden ein historischer Markt und ein Musik- und Sportfestival statt.

 

Erlebnisbad Děčín

Das Erlebnisbad „Aquapark Děčín“ ist der modernste Freizeitsportkomplex mit Thermalwasser in der Tschechischen Republik. Das Areal bietet drinnen wie draußen zahlreiche Attraktionen – ein 25- und ein 50-Meter-Becken, ein Edelstahlbecken, das über die Parameter für Wasserpolo und eine 6 m tiefe Tauchgrube verfügt, 3 Wasserrutschen, einen Wasserpilz, einen Wildwasserfluss, einen Strömungskreisel und andere Attraktionen für Kinder, ein Wellnesszentrum – Saunalandschaft, Massagen, Solarium, eine Sporthalle für Spinning, Spielfelder für Beachvolleyball, Streetball, Strandfußball, Fußballtennis und Pétanque sowie ein Restaurant.

 

Ausflugstipps

Kaiseraussicht und Aussichtspavillon „Elbwarte“ auf dem Quaderberg (Kvádrberk), Děčín

Der städtische Waldpark Quaderberg ist in Děčín ein beliebter Ort für Spaziergänge. Es gibt zahlreiche Wanderwege und 2009 wurde dort ein Lehrpfad mit Informationen über die Flora und Fauna in diesem Gebiet eröffnet. Über den Kamm des Quaderbergs führt ein Promenadenweg bis zu einem Aussichtspavillon von 1890, der den Namen „Elbwarte“ (Labská stráž) trägt.

Aussichtsturm auf der Kolmener Kippe (Velký Chlum), Děčín

Der Aussichtsturm befindet sich auf dem Basaltberg Kolmener Kippe (736 m). Er bietet Ausblicke auf das Tetschener Becken, einen Teil des Böhmischen Mittelgebirges und den Hohen Schneeberg.

Aussichtsturm auf dem Falkenberg (Sokolí vrch), Dobrná

Der Aussichtsturm befindet sich auf einer Höhe von 506 m. Er ist 51 m hoch und hat eine Außenwendeltreppe. Eröffnet wurde er am 1.5.2004. Zur überdachten Aussichtsplattform führen 162 Stufen. Der Turm bietet einen herrlichen Rundblick über die Stadt Děčín und ihre Umgebung.

Hoher Schneeberg (Děčínský Sněžník), Jílové

Der Hohe Schneeberg beherrscht weithin das Landschaftsbild und ist mit einer Höhe von 723 m der höchste Tafelberg der Tschechischen Republik. Auf seinem Gipfel befindet sich ein Steinturm mit Zinnenkranz. Er wurde 1864 erbaut und ist der älteste steinerne Aussichtsturm Böhmens.

Aussichtspunkt „Belvedere“, Labská Stráň

Erbaut 1701–1711, ältester Aussichtspunkt der Böhmischen Schweiz. Er bietet einen Ausblick ins Elbtal.

Burgruine Sperlingstein (Vrabinec), Těchlovice (Ortslage Babětín)

Die Burg Sperlingstein (Vrabín, später allgemein unter dem Namen Vrabinec bekannt) wurde über einem Bachtal in der Nähe des Weilers Babětín (Babutin) auf einem steilen, zerklüfteten Felsen erbaut.

Aussichtsturm „Kohout“, Valkeřice

Auf dem Gipfel des Berges Kohout (Krohberg, 589 m) steht der gleichnamige Aussichtsturm. Auf dem 12 m hohen Steinturm befindet sich eine Aussichtsplattform.

Zinkenstein (Buková hora), Verneřice

Der Zinkenstein (auch Buchberg) befindet sich im Wernstädter Mittelgebirge (Verneřické středohoří) oberhalb des Elbtals zwischen Děčín und Ústí nad Labem. Der Zinkenstein ist ein 683 m hoher Basaltberg, der diesen Teil des Böhmischen Mittelgebirges überragt. Auf seinem Gipfel steht der Fernsehturm „Buková hora“, der weithin zu sehen und mit einer Höhe von 223 m das höchste Betonbauwerk der Tschechischen Republik ist.

Humboldtblick (Humboldtova vyhlídka), Verneřice

Der Humboldtblick befindet sich in der Nähe des Fernsehturms „Buková hora“, an einem Abzweig vom rot markierten Wanderweg. Man hat dort einen herrlichen Ausblick auf mehrere Elbmäander zwischen Děčín und Ústí nad Labem. Der Weg zum Humboldtblick führt an einer historischen Berghütte namens „Tetschner Baude“ (Děčínská Bouda) vorbei, wo man Souveniraufkleber für Wanderer mit regionalen Motiven kaufen und einen Imbiss einnehmen kann.

Aussichtspunkt „Víťova vyhlídka“, Verneřice

Den Aussichtspunkt „Víťova vyhlídka“ finden Sie unweit des Ortes Náčkovice auf dem Kamm, an dessen anderem Ende sich der Fernsehturm „Buková hora“ befindet. Der Aussichtsturm ist zwar nicht hoch, aber doch hoch genug, dass herrlichen Ausblicken nichts im Wege steht.

Schloss Jílové

Renaissanceschloss, das von einem romantischen Park mit einem Teich, Gartenflächen und einem Sportplatz umgeben ist, einstiger Sitz der Adelsfamilie von Thun.

Nationalpark Böhmische Schweiz

Děčín ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Zentrum des Nationalparks – insbesondere in die Umgebung von Hřensko, wo man in der Kamnitzklamm eine Kahnfahrt unternehmen oder zum Prebischtor, dem markantesten Felsen der Region, hinaufsteigen kann. In der Sommersaison verkehrt zwischen Děčín und dem Nationalpark auch ein Wanderbus.

 

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