Der Stollen des Heiligen Johannes des Evangelisten

Am nordwestlichen Hang des Křížová-Berges wurden in der Vergangenheit Kupfer-, Blei-, Zinn- und Silbererzadern entdeckt, die in mehreren Stollen abgebaut wurden. Die ersten Versuche, diese Erze abzubauen, fanden bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts statt. Hier wurden vor allem silberhaltiges Galenit und das Kupfererz Chalkopyrit abgebaut. Im Jahr 1782 gründete der Adlige Jan von Edenburg eine Bergbaugesellschaft, vertiefte die bestehenden Stollen und legte den neuen Stollen des Heiligen Johannes des Evangelisten an. Noch vor Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Abbau jedoch aufgrund geringer Erträge eingestellt; die Bergwerke wurden schließlich im Jahr 1910 endgültig stillgelegt. Der Hauptstollen des St.-Johannes-Evangelist-Stollens ist etwa 440 m lang; etwa auf halber Strecke befindet sich ein Raum, der als „Kapelle“ bezeichnet wird und einen eingemeißelten Altar sowie ein Holzkreuz aufweist. Der Stollen wurde 1999 feierlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.