Kirche St. Bartholomäus – Rumburk
Historische Merkmale des Gebäudes:
Die Kirche wird erstmals 1352 urkundlich erwähnt. 1352. Ihre heutige Form als einschiffiges Gebäude mit einem nördlichen Turm nahe dem Pfarrhaus und der Kapelle St. Johannes Nepomuk erhielt sie teilweise während des ersten historisch belegten Umbaus in den 1540er Jahren. Das fertiggestellte Gebäude wurde 1546 geweiht, wie eine Steintafel mit dieser Jahreszahl und dem Wappen von Šlejnice im Inneren des Kirchenschiffs belegt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1744 wurde die Kirche renoviert und im Barockstil ausgeschmückt. Die Restaurierung dauerte bis 1755. Seitdem hat sich die Kirche baulich kaum verändert, wie eine Zeichnung eines unbekannten Künstlers aus den 1840er Jahren belegt. 1755. Der geplante umfassende Umbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand nicht statt. Der Schöpfer des Altarbildes „Die Passion des Hl. Bartholomäus“ von 1701 ist der Hofmaler Kaiser Leopolds I., Anton Schoonjans. Der Gutsbesitzer von Rumburk, Anton Florian von Liechtenstein, zahlte damals die beträchtliche Summe von 6.000 Gulden dafür.
Immaterielles Kulturerbe:
Der bedeutende Barockkomponist Johann Christoph Kridel (1672–1733), gebürtig aus Rumburk, wirkte als Organist, Regentenchorist und Musiklehrer an der St.-Bartholomäus-Kirche. Eine CD mit seinen Konzertarien erschien 1996 bei Musica Florea Concert-Arien (Neu-eroffnetes Blumengärtlein) und 2012 beim Šluknovska Kammerorchester (Nové otvorená květinová zahrada). Der Vilémovský Chámkov Chor und der Šluknovska Kammerchor führen Kompositionen von Johann Christoph Kridel auf. Kridel gehört zu ihrem Repertoire.
Wissenswertes:
An der Außenwand der Kirche befinden sich Grabsteine aus den Jahren 1681, 1682 und 1695. Jedes Jahr zu Weihnachten wird im Hauptschiff der Kirche eine Krippe aufgebaut. Die 80 cm hohen, polychromen Krippenfiguren stammen aus dem Jahr 1911. 1911. Sie wurden im Grödnertal in Südtirol von Ferdinand Demetz, dem Leiter der dortigen Holzschnitzschule, geschnitzt. Vor 1945 gab es an der Kirche einen Osterreiterverein, der sich jedoch vor dem Zweiten Weltkrieg auflöste. Nach 1989 wurde er nicht wiederbelebt.
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