Der Luchsstein

In der Böhmisch-Sächsischen Schweiz lebten früher Raubtiere wie Wölfe und Luchse. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie jedoch systematisch gejagt und in diesem Gebiet praktisch ausgerottet. An der tschechisch-sächsischen Grenze im „Velký kozí důl“ können Sie auf Ihrer Wanderung einen Ort besuchen, an dem auf einem Sandsteinfelsen ein Luchsrelief und eine Inschrift eingemeißelt sind, die die Erschießung des Luchses beschreibt. Der königliche Förster aus Hinterhermsdorf, Johan Gottfried Puttrich, erschoss an dieser Stelle im Jahr 1743 einen der letzten hier lebenden Luchse. Er erlegte ihn mit einer aufgestellten Armbrust, die auslöste, als der Luchs den Köder berührte. Dieses Ereignis ließ Puttrich anschließend in den Sandsteinfelsen meißeln.

Zum „Luchsstein“ führt ein grün markierter Weg von Mezní Louka über die verschwundene Siedlung Zadní Jetřichovice und setzt sich auf deutscher Seite in Richtung Zeughaus fort.