Burg Oybin
Oybin (auf Tschechisch Ojivín oder Ojvín) ist ein Kur- und Ausflugsort im Südosten Sachsens, im Landkreis Görlitz, nahe der Grenze zur Tschechischen Republik. Das Städtchen wird von einem mächtigen Sandstein-Tafelberg mit den Ruinen der gleichnamigen Burg und des Klosters dominiert.
Sehenswürdigkeiten
Oybin (Burg) – Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Burg stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Die Region um Zittau gehörte lange Zeit dem Geschlecht der Ronow. Im Jahr 1290 wird hier in Urkunden Čeněk von Ojvín erwähnt; erst 1319 übergab Heinrich von Lipá, der aus diesem Geschlecht stammte, das gesamte Gebiet einschließlich der Burg Ojvín an König Johann von Luxemburg im Tausch gegen Gebiete in Mähren. Im 14. Jahrhundert ließ sein Sohn, König Karl IV., die Burg umfassend umbauen. Die Burg war sein bevorzugter Wohnsitz und demonstrierte zudem in Sichtweite von Zittau die Macht des böhmischen Herrschers über das gesamte Zittau-Gebiet. Auf Beschluss Karls IV. wurde hier später ein Celestinerkloster errichtet. Die Burg hatte eine strategisch wichtige Lage an der Handelsroute von Böhmen nach Lausitz. Von den Bauten aus der Zeit Karls IV. sind ein Teil der kaiserlichen Oratoriumskapelle – die St.-Wenzel-Kapelle – sowie die Kirche des Celestinerklosters erhalten geblieben. Im Jahr 1429 widerstand sie sogar einem Angriff der Hussiten.
Wussten Sie schon, dass…
…Oybin die Endstation der Zitauer Schmalspurbahn ist, die bis heute mit historischen Dampflokomotiven betrieben wird? Diese Bahn beginnt in Zittau und hat zwei Zweigstrecken, von denen eine in Oybin und die andere in Jonsdorf endet
Web: www.oybin.com