Brüderaltar

Die Entstehung der Anlage ist nicht zuverlässig belegt. Volksüberlieferungen zufolge trafen sich hier in den Jahren 1515–1614, als das Gut im Besitz protestantischer Adliger war, heimlich Katholiken. Nach der Schlacht am Weißen Berg sollen hier hingegen protestantische Gottesdienste stattgefunden haben. Anderen Quellen zufolge wurde der Ort erst 1867 als Wallfahrtsstätte eingerichtet, und im Jahr 1887 wurde er reich ausgeschmückt, unter anderem mit Statuen und einem verzierten Holzaltar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel der Ort, und erst 1993 wurde er wieder hergerichtet und mit einer Gedenktafel mit einem Relief des ehemaligen Altars versehen. Heute sind hier die in den Fels gehauenen Nischen des Kreuzwegs, der Felsvorsprung, an dem einst der Altar stand, die Nische des Heiligen Grabes sowie die Überreste der zerstörten Skulpturen zu sehen (Stand: Sommer 2010).