Felsenburg Falkenštejn

Die Felsenburg Falkenštejn liegt knapp einen Kilometer nordöstlich der Ortschaft Jetřichovice. Sie entstand im 14. Jahrhundert als Verwaltungszentrum der hiesigen Besitztümer der Familie Michalovic und zum Schutz der Handelsroute von Meißen und der Lausitz. Die letzte schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1457. Kurz darauf wurde sie vermutlich aufgegeben. Erst mit dem Aufkommen der Romantik im 19. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt und entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel. Bis heute sind hier die Überreste einer in den Fels gehauenen Kammer sowie eine Wasserzisterne erhalten geblieben. Um die Wende vom 20. 20. zum 21. Jahrhundert fanden hier intensive archäologische Untersuchungen statt. Zu den wertvollsten Funden gehört die sogenannte „Falkenštejn-Madonna“ – eine kleine Keramikfigur aus etwa dem 15. Jahrhundert.

Im Jahr 2017 ließ die Verwaltung des Nationalparks Böhmische Schweiz zum Schutz dieses Kulturdenkmals und um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, auf dem Felsvorsprung eine neue Stahltreppe, Durchgangsflächen und Geländer errichten. Gleichzeitig entstand dadurch auch eine Art kleiner Rundwanderweg, da zwei Wege zum Gipfel führen, von denen einer ausschließlich für den Aufstieg und der andere nur für den Abstieg vorgesehen ist.