Aussichtsturm „Růženka“
Der neue Aussichtsturm mit dem poetischen Namen „Růženka“ ist seit Frühjahr 2018 auf dem Hügel Pastevní vrch (402 m ü. NN) im Gemeindegebiet von Růžová für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Gemeinde Růžová liegt 8 km von der Gemeinde Hřensko entfernt – dem Grenzübergang zu Deutschland. Über den Pastevní vrch (402 m ü. NN) führt auch ein Naturlehrpfad.
Der Aussichtsturm selbst ist nur 6,5 m hoch und bietet einen herrlichen Rundumblick. Auf der deutschen Seite sind beispielsweise der Große und der Kleine Zchirnstein, der Pfaffenstein, der Papststein, der Lilienstein, die Kaiserkrone usw. zu sehen, auf der tschechischen Seite hingegen der Vlčí hora, die Pravčická brána, der Vysoký Sněžník, der Jedlová oder der Studenec und weitere Berge.
Der „Grüne Turm“ in Růžová entstand unter der Federführung der Architekten des MJÓLK-Verbunds, nach deren Entwurf auch der Vokurka-Turm in Heřmanice errichtet wurde und sich derzeit die Aussichtspunkte „Vyhlídka nad Tanvaldem“, „Finkenstein“ in Smržovka, der „Weiße Turm“ in Bílý potok sowie weitere Projekte in der Baugenehmigungsphase befinden. Die grüne Farbe soll der Turm dadurch erhalten, dass er in einigen Jahren mit sorgfältig ausgewählten Pflanzen bewachsen sein wird. So wird er, obwohl er aus Beton besteht, das Erscheinungsbild des Hügels nicht stören.
Der Aussichtsturm befindet sich auf einem Grundstück der Gemeinde Růžová, und auch alle für den Bau genutzten Grundstücke sind in deren Besitz. Die bisher angefallenen Kosten für die Erstellung der Projektunterlagen, die biologische Bewertung des Gebiets, die Erteilung der Baugenehmigung und den Bau selbst beliefen sich auf 2,7 Mio. CZK. An den oben genannten Kosten haben sich Bürger und Unternehmer der Gemeinde teilweise beteiligt. Zur Errichtung dieses Bauwerks haben die Einwohner der Gemeinde und Freunde des Aussichtspunkts im Rahmen einer öffentlichen Spendenaktion einen Betrag von 300.000 CZK beigesteuert.
Der Pastevní vrch, früher Hutberg genannt, ist auf den ersten Blick ein nicht sehr hoher Hügel mit einer Höhe von 402 m ü. NN. Sein Gipfel war bereits in der Vergangenheit ein beliebter Ort mit herrlichem Rundumblick. Hier stand einst eine Windmühle, später das Restaurant „Hubertusbaude“ mit Aussichtsterrasse. Die Mühle brannte jedoch im Jahr 1868 nieder, und das Gasthaus verflammte am 6. Februar 1932. 2. 1932. Die Fundamente der Gebäude sind hier bis heute zu erkennen. Auf dem Gipfel des Pastevní vrch steht ein Kreuz, das ursprünglich aus Holz war. Im Jahr 1809 errichtete Johann Christoph Schubert aus Růžová hier ein Steinkreuz. Jedes Jahr führten zwei Bittprozessionen zum Kreuz. Im Frühjahr machte sich die Gemeinde auf den Weg, um um gutes Wetter und eine gute Ernte zu bitten, und im Herbst kamen die Einwohner von Růžová, um für die Ernte und den Schutz der Gemeinde zu danken. Der Hügel wurde auch von verschiedenen Truppen zur Beobachtung genutzt, und zwar nicht nur in Zeiten kriegerischer Bedrohung. Auch nach 1945 war hier eine militärische Wachstaffel mit Radar stationiert. Die Soldaten verließen den Hügel im Jahr 1948.
Heute führt der Lehrpfad von Růžová über den Pastevní-Hügel. Wir empfehlen allen Touristen, die schöne Ausblicke, frische Luft, die farbenfrohe Natur und Wissensdurst schätzen, die 10 km lange Strecke zu begehen. Entlang des Lehrpfades finden Sie Festungsanlagen aus der Zeit der Ersten Republik und erfahren viele interessante Informationen über die hiesige Flora, Fauna und Geschichte. Der Weg führt weiter durch den Wald nach Kamenická Stráň, zur Dolský-Mühle und unterhalb des Růžovský-Hügels zurück nach Růžová.
Der Aussichtspunkt ist ganzjährig zugänglich und der Eintritt ist kostenlos.