Im sanften Tourismus liegt unsere Zukunft

Pirna/Dresden, 23. September 2014

Seit acht Jahren arbeiten der Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) und sein Partnerverband auf tschechischer Seite, die Gemeinnützige Gesellschaft Böhmische Schweiz (GGBS), intensiv zusammen. Das gemeinsame Anliegen beider Organisationen ist das Verschmelzen des sächsischen und böhmischen Teils des Elbsandsteingebirges zu einer grenzüberschreitenden touristischen Destination. Um weitere Schritte in diese Richtung abzustimmen, kamen am Montag die Vorstände beider Verbände im Haus der Böhmischen Schweiz in Krásná Lípa (Schönlinde) zusammen. Auch der Generalkonsul  der Tschechischen Republik in Dresden, Jiří Kuděla, nahm an dem Treffen teil.

Zbyněk Linhart, Bürgermeister von Krásná Lípa und neuer Vorsitzender der GGBS begrüßte die deutsche Delegation und bekräftigte den Wunsch, den gemeinsamen Kurs fortzusetzen. Wie seinem Amtsvorgänger Jan Eichler sei auch ihm die sächsisch-böhmische Zusammenarbeit ein Herzensanliegen. „Der Naturraum Elbsandsteingebirge kennt keine Staatsgrenzen. Daran sollten wir uns orientieren“, so Linhart. „Das Zusammenwachsen der Staaten unter dem Dach der EU gibt uns die Chance, unsere Kräfte zu bündeln und eine wahrhaft europäische Destination zu schaffen.“

TVSSW und GGBS haben in den vergangenen fünf Jahren bereits zwei umfangreiche EU-Projekte mit diesem Ziel gemeinsam realisiert. Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung wurden im Rahmen des Projekts „Sächsisch-Böhmische Schweiz – eine exzellente grenzüberschreitende touristische Destination“ sowie des Folgeprojektes „Tourismus ohne Grenzen“ – mit dem Bezirk Ústí nad Labem (Aussig) als Lead-Partner – zahlreiche tragfähige Bande zwischen beiden Regionen geknüpft.

„Uns verbindet mehr als uns trennt“, erklärt der TVSSW-Vorsitzende Klaus Brähmig MdB. „Vor allem verbindet uns der Respekt vor der uns anvertrauten Natur. Wir wollen touristische Entwicklung, aber nicht um jeden Preis.“ Der Schlüssel für die Verbindung von Wachstum und Ökologie sei die Nachhaltigkeit. „Im sanften Tourismus liegt unsere gemeinsame Zukunft“, ist der Verbandschef überzeugt.

Ein mögliches neues grenzüberschreitendes EU-Projekt zum Schutz des Natur- und Kulturerbes Sächsisch-Böhmische Schweiz mit touristischer Ausrichtung werde derzeit von beiden Verbänden vorbereitet, so Brähmig. Auch hier spiele das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Sobald die notwendigen Programmdokumente für die neue Förderperiode vorliegen, möchten die beiden Verbände ihren Projektantrag einreichen.

Auch ein von den Vorständen am Montag verabschiedeter Beschluss hat den Ausbau sanfter Tourismusangebote zum Gegenstand. Konkret handelt es sich um die Nationalparkbahn Sächsisch-Böhmische Schweiz, die seit Juli die Städte Rumburk (Rumburg), Sebnitz, Bad Schandau und Děčín (Tetschen) verbindet. Nach dem Willen von TVSSW und GGBS solle auf der Teilstrecke zwischen Bad Schandau und Krásná Lípa eine tägliche Zugverbindung eingeführt werden.

Die nächste Zusammenkunft der Vorstände beider Organisationen ist für 2015 avisiert.

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