Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete

Arba (Arbe, Naturschutzgebiet)

Feuchtwiesen in der Aue des Kamnitzbaches bei Windisch-Kamnitz (Srbská Kamenice). Bedrohte Arten: Fieberklee, Breitblättriges Knabenkraut, Moorfrosch, Ringelnatter, Wasserralle und weitere. Bestandteil des Reservates ist auch ein Erlenwald mit häufigen Vorkommen von Märzenbechern.

Čabel (Naturschutzgebiet)

Moorgebiet am Fuß des Tschabernberges (Bynovecký vrch) mit charakteristischer Flora: Sumpfporst, Gemeine Moosbeere, Scheidiges und Schmalblättriges Wollgras.

Hofberg (Naturdenkmal)

Artenreiche Wiese mit wärmeliebender Flora und mit Heidekraut bewachsenen Sandsteinhängen bei Hohenleipa (Vysoká Lípa). Vom unbewaldeten Hang des Hofberges (Dvorský vrch) gleitet der Blick über die Böhmische Schweiz (Prebischtorgebiet, Rosenberg), die Tafelberge der Sächsischen Schweiz, das Böhmische Mittelgebirge und das Lausitzer Gebirge.

Líska (Hasel, Naturdenkmal)

Gegenstand des Schutzes sind vor allem Waldbestände auf Steinfeldern mit ausgedehnten Beständen von Ausdauerndem Silberblatt (ab Mitte Mai blühende Mondviole).

Marschnerova louka (Marschners Wiese, Naturschutzgebiet)

Eines der botanisch wertvollsten Gebiete des Landschaftsschutzgebietes Lausitzer Gebirge. Es kommen hier viele bedrohte und seltene Arten vor, auch Orchideen wie Sumpf-Sitter, Breiblättriges Knabenkraut, Fuchs-Knabenkraut, Fieberklee und andere.

Meandry Chřibské Kamenice (Mäander des Kreibitzbaches, Naturdenkmal)

Naturnaher Bachlauf im Tal des Kreibitzbaches, mit sichtbaren Zeugnissen der Erosion. Lebensraum des Fischotters.

Nad Dolským mlýnem (Naturdenkmal bei Kamnitzleiten)

Kleines Moorgebiet mit Vorkommen von Sumpfporst, Gewöhnlicher Moosbeere, Scheiden- und Schmalblättrigem Wollgras und verschiedenen Torfmoosarten.

Pavlínino údolí (Paulinengrund, Naturschutzgebiet)

Ein tief eingeschnittenes Tal, das vom Kreibitzbach durchflossen wird. Vorkommen von seltenen Arten (Wiesen-Schachtelhalm, Fischotter, Eisvogel, Schwarzstorch und andere).

Pravčická brána (Prebischtor, Nationales Naturdenkmal)

Größtes Naturtor in Mitteleuropa, 3 km von Herrnskretschen (Hřensko) entfernt, nahe der Grenze zu Sachsen. Es wurde zum Symbol des Nationalparks Böhmische Schweiz. Die Brücke entstand infolge Auswitterung einer größeren Nische, die sich in einem schmalen Felsriegel gebildet hatte. Maße: Gewölbehöhe 16 m, Breite nahezu 27 m, Bogenbreite 7-8 m.

Studenec, Studený vrch (Kaltenberg, Naturschutzgebiet)

Ein mächtiger tertiärer Basaltberg, auf dem sich naturnahe Wälder erhalten haben, insbesondere Buchenwälder mit charakteristischen Pflanzenarten (Waldmeister, Einblütiges Perlgras, Berg-Ehrenpreis und andere). Auf den Hängen befinden sich weite Blockfelder. Auf dem Berg und in seiner Umgebung kann man Gämsen beobachten, die hier 1907 ausgesetzt wurden. Der eiserne Aussichtsturm aus dem Jahr 1888 wurde 2009 renoviert.

U Brodských (Naturdenkmal)

Gegenstand des Schutzes ist das Breitblättrige Knabenkraut. Tausende von Exemplaren blühen in der zweiten Maihälfte auf.

Vápenka (Kalkofen, Naturschutzgebiet)

Befindet sich auf der sogenannten Lausitzer Verschiebung (Lužická porucha), die das Gebiet des Lausitzer Granits (im Schluckenauer Zipfel) von dem Gebiet der Quadersandsteine (Elbsandsteingebirge) trennt. Durch diese Lausitzer Verschiebung gelangten kleine Jura-Schollen an die Erdoberfläche. In den erhaltenen Buchenwäldern tritt eine Reihe charakteristischer Pflanzenarten auf (Gewöhnlicher Seidelbast, Einbeere, Sanikel, Quirl- und Zwiebel-Zahnwurz). Selten kommt hier auch die Gewöhnliche Natternzunge vor.

Zlatý vrch (Goldberg, Nationales Naturdenkmal)

Vulkanischer Berg (656 m) südöstlich vom Kaltenberg (Studený vrch) und 1 km östlich vom Dorf Hasel (Líska). Durch Steinabbau nach 1960 wurde seine innere Struktur mit regelmäßigen olivinreichen Basaltsäulen, die einer mächtigen Orgel gleichen, aufgedeckt. Die bis zu 30 m hohen Säulen sind in der Mitte senkrecht, nach oben werden sie nahezu horizontal. Der Gipfel ist mit einer jüngeren Basaltschicht bedeckt.