Fauna der Böhmischen Schweiz

Das Wort Nationalpark bezeichnet ein außerordentlich wertvolles Gebiet, das von uns geschützt wird, weil hier in einer nahezu unberührten Natur äußerst seltene Tierarten leben. Unzugängliche Felsen und tiefe Wälder sind die Heimat vieler bedrohter Arten.

Aus der Sicht der Wissenschaft sind Insekten erforscht worden. Auf dem Gebiet der Böhmischen Schweiz wurden bis heute viele seltene und interessante Arten vorgefunden. Es handelt sich z. Bsp. um einen unserer größten Schnellkäfer, den kritisch bedrohten Rindenschröter (Ceruchus chrysomelinus),  den selten vorkommenden Bockkäfer Pedostrangalia pubescens oder faszinierende Funde der Schrecke Pholidoptera aptera bohemica.

Der Rosenberg (Růžovský vrch) ist eine einzigartige Fundstelle von Regenwürmern (Lumbricidae), es wurden hier u.a. 4 Arten vorgefunden, die nirgendwo anders auf der Welt vorkommen.

Zu Biotopen mit dem häufigsten Vorkommen von Tieren gehören Wasserflächen und Feuchtland. In den Flüssen Kamnitz (Kamenice) und  Kirnitzsch (Křinice) leben der Fischotter und die Wasserspitzmaus, der Eisvogel, die Wasseramsel, die Gebirgsstelze, die Forelle, die Europäische Äsche sowie Groppen. Seit dem Jahr 1995 läuft das Programm zur Rückkehr der Atlantischen Lachse, und zwar mit Erfolg, da im Herbst 1998 und 2002 die Lachse zurückgekehrt sind. In den letzten Jahren erscheint in der Elbe regelmäßig der Europäische Biber. Auf dem Gebiet nisten regelmäßig ungefähr 2 Paare der Schwarzstörche.

Felsenwände, Türme und Plateaus sind eine typische Umgebung für Baummarder, Gämse, Siebenschläfer, seltene Gartenschläfer und Große Abendsegler.

Von den Raubvögeln nistet hier in den letzten Jahren erneut der Wanderfalke. Die Böhmische Schweiz ist ein traditioneller Nistplatz des Uhu und von Raufußkäuzen.

Die Buchenwälder sind ein Zufluchtsort sowohl für Europäische Hirsche, als auch für Wildschweine, selten kommt auch der Luchs vor.